• PC-SystemsupportPC-Systemsupport

An der VHS Wolfenbüttel findet ab dem 18.02.2013 ein Firmenseminar zum Modul "PC Systemsupport" statt.

In einem praxisorientiertem Seminar zum (noch ;-) aktuellen Betriebssystem Windows 7 aus dem Hause Microsoft werden wir uns die Grundlagen und Feinheiten der Installation, Konfiguration und Administration erarbeiten.

Hier die Rahmendaten unseres Seminars:

Ort: VHS Wolfenbüttel, Harzstraße 2 - 5, Raum "MacOS"
Zeiten: Mo. 18.02.; Do. 21.02. und Fr. 22.02.2013; jeweils 08.30 - 16.00 Uhr!

Ich werde unser Seminar mit diesem Beitrag begleiten...
Ihr Trainer Joe Brandes

 

Tag 01 - Montag

  • SystemSystem

Montag, 18.02.2013, 08.30 - 16.00 Uhr

  • Orientierungsphase, Bereitstellung Herdt-Skript zum Thema Windows 7;
    TN-Themen: automatisches Anmelden von Benutzern; automatisches Starten von Programmen; Netzwerkfreigaben (shares) / Rechte; TCP/IP (IPv4 / IPv6,
  • Windows 7 Versionen (32-/64-Bit)
    Vorgänger: NT 4.0 / 2000 / XP / Vista / Windows 7 (Nachfolger Windows 8 ab 26. Okt. 2012, Neue Version Windows 8 RT beachten!)
    Ultimate, (Enterprise), Professional - Firmennutzung: Domänen (Windows Server verwaltet), Bitlocker (Verschlüsselung - auch komplette Festlatten), komplette Benutzer- und Gruppenverwaltung
    Home Premium, Home Basic (ohne Aero), Starter (Netbooks, 1 GB, kein Multi-Monitor)
    direkte Upgrades von Vista nicht empfehlenswert (besser Neuinstallationen)
    Version über Eigenschaften - Computer oder über die Befehlszeile (Win + R cmd => Version 6.1.7601 entspricht Win7 inkl. SP1)
  • Installation
    beispielhafte Windows 7 Pro Installation mit Hilfe einer Virtuellen Maschine (Oracle VirtualBox); Installmedium DVD; imagebasierte Technik
  • Systemeigenschaften
    Kontextmenü von Computer, Systemsteuerung - System, ...
  • Benutzerkonten
    in der Technik "Home": Standardbenutzer vs. Administrator; bei Win Professional dann komplette "Lokale Benutzer- und Gruppenverwaltung"
  • Computerverwaltung
    Aufruf direkt mittels compmgmt.msc (Microsoft Snap-In Console für MMC - MS Management Console)
    das "Schweizer Messer" für System, Datenspeicher, Dienste und Anwendungen
    einzelne Konsole "Ereignisanzeige" mittels eventvwr.msc aufrufen
  • Systemaktualisierung
    Windows Update Technik, monatliche Patch-Days von MS, Service Packs (s. a. Update Packete z. B. von winfuture.de)
  • Benutzerkontensteuerung
    UAC - User Account Control; möglichst die höchste Stufe konfigurieren - dann sogar Nutzung des Win-7-Systems als Admin denkbar; auf die "Schilde" zur Kennzeichnung von Systemaufrufen mit UAC achten
  • Explorer
    Windows Dateimanager starten mittels Win + E; Einblenden der Dateierweiterungen und der Systemdateien und versteckten Dateien und Ordner
  • Programme ohne Installation
    Hinweis auf portableapps.com - Tools: Free Commander, Screenshot-Tool LightScreen, Lupe Magnifying Glass
  • Systemordner und Dateien
    Programme vs. Programme (x86); Users (im Explorer als Benutzer); System32 vs. SysWOW64; Nutzung von Verbindungen (siehe Tool mklink) am Beispiel "Dokumente und Einstellungen" (leitet um in C:\Users)
    Dateien: pagefile.sys (virtuelle Auslagerungsdatei für Virtuelle Speichermanagement VMM); hiberfil.sys (Ruhezustandsdatei; bei MS beachten: Hybrider Standby-Modus - siehe Energiesparpläne; ausschalten in Admin-CMD: powercfg -H off)
  • Befehlszeile (cmd)
    cd (change directory)
    dir (directory/verzeichnis anzeigen)
    dir /? (Hilfe zu Programm anzeigen)
    cls (clear screen)
    format c: ;-)
    Netzwerk: ping, ipconfig
  • Netzwerktechnik
    erste Analysen mit iponfig /all und ping; die Windows Firewall; Arbeitsgruppen (alles lokal verwaltet) vs. Domains (zentral verwaltet)
    Domain-Auflösung mit hosts-Datei (C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts)

Kleine Bildergalerie zum Seminartag: (die gesamte Screenshotsammlung aus Seminar auf Anfrage)

  • SystemSystem
  • dir /adir /a
  • powercfgpowercfg
  • ipconfig /allipconfig /all
  • hostshosts

Tag 02 - Donnerstag

  • IPv4, IPv6, MACIPv4, IPv6, MAC

Donnerstag, 21.02.2013, 08.30 - 16.00 Uhr

  • Rekapitulation, TN-Fragen
  • Übung zu ipconfig und ping
    Analyse der Netwerkumgebung mittels cmd und Windows Fenstern
    Wichtig: der Name einer Windows Maschine (hostname) hat nichts mit der Netzwerkkonf zu tun, sondern findet sich bei den Systemeigenschaften
    Anm.: Tool arp -a (ARP Address Resolution Protocol kennt Zusammenhang von MAC-Adresse zu IP-Adresse)
  • TCP/IP (Transmission Control / Internet Protocol)
    eine kurze Netzwerkeinführung in die Protokollsuite TCP/IP; IP-Adressen in IPv4 und IPv6
    IPv4: 32 Bit (4 Oktetts) ergeben 2 hoch 32 Adressen; ca 4 Mrd. IP-Adresssen (leider aktuell alle schon vergeben ;-)
    pro Byte Zahlen von 0...255 (00000000 ... 11111111 also 256 Werte)
    IPv6: 128 Bit (eine sehr enorm große Anzahl - siehe Wikipedia-Artikel zu weiteren Erläuterungen)
  • Private IP-Adressräume
    privat im Sinne "nicht öffentlich" - also für das eigenen LAN (Local Area Network) im Gegensatz zum WAN (Wide Area Network / Internet)
    Bereiche: (hier: nur die Kurzfassung)
    192.168.X.Y (Subnetzmaske: 255.255.255.0 / 24-Bit Maske / 8 Bit für Hosts = 256 -2 = 254 Rechner)
    172.16.X.Y (255.255.0.0 / 16-Bit Maske / 16 Bit für Hosts 65.534 Rechner)
    10.X.Y.Z (255.0.0.0 / 8-Bit Maske / 24 Bit für Hosts ca. 16. Mio Rechner)
    Automatische Private IP Adressen (APIPA): 169.254.X.Z (255.255.0.0 / 16-Bit Maske)
  • IPv4-Adressvergabe (IPv6 funktioniert gänzlich anders!)
    a1 - automatisch) DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) Automatische Vergabe von IP-Adressen und Konfigurationen
    a2 - automatisch) APIPA
    b - manuell) Adressen / Konfigurationen statisch vergeben (manuell)
  • Namen auflösen:
    aus macos16 die IP-Adresse 192.168.0.168 auflösen (Forward - auch als Reverse: dann aus IP den Namen auflösen)
    Wird bereit gestellt durch:
    0) HOSTS Datei auf OS (C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts)
    1) DNS - Domain Name Server
    2) nur bei MS TCP/IP: NetBios-Name Auflösung über TCP/IP (NetBT)
  • Netzwerktechnik
    Fast Ethernet 100 MBit/s (Mb/s; Mbps) in MByte/s (MB/s) => 12,5 MB/s
    Giga Ethernet 1000 MBit/s in MByte/s (MB/s) => 125 MB/s
    Controller-Schnittstelle PCIe (PCI Express Chipsätze)
    Konfiguration der Netzwerkadapter über Bindungen an
    Clients (Client für Microsoft Netzwerke),
    Dienste (Datei- und Druckerfreigabe für Microsoft Netzwerke) und
    Protokolle (Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4))
    Netzwerkprofi-Analysetools: Wireshark (vormals Ethereal)
  • NTFS
    New Technology File System -> Register: Sicherheit -> Zugriffsschutz auf Benutzerebene
    früher/alt: FAT32 (File Allocation table) kennt keine Berechtigungen
    Anm.: ab Morgen dann Register: Freigabe -> Zugriffsschutz bei Zugriffen über das Netz
  • Benutzerverwaltung
    Neue Benutzer angelegt und getestet; Benutzerprofile erst nach erstmaliger Anmeldung vorhanden! Benutzerprofile mittels NTFS gegenseitig vor Zugriffen durch Benutzer gesichert
  • Remotedesktop
    Einrichtung von Remotedesktop-Sitzungen zwischen TN-PCs; Aktivierung der Remoteeinstellung für Remotedesktop; RDP-Server steht nicht bei Home-Varianten zur Verfügung - dort nur der Client (mstsc - Microsoft Terminal Service Client - Remotedesktopverbindung)

Kleine Bildergalerie zum Seminartag: (die gesamte Screenshotsammlung aus Seminar auf Anfrage)

  • IPv4, IPv6, MACIPv4, IPv6, MAC
  • BenutzerkontensteuerungBenutzerkontensteuerung
  • NIC-BindungenNIC-Bindungen
  • HostnameHostname
  • Admin und UACAdmin und UAC

Tag 03 - Freitag

  • FreigabeFreigabe

Freitag, 22.02.2013, 08.30 - 16.00 Uhr

  • Rekapitulation, TN-Fragen
  • Powermanagement
    klassisch: APM (Advanced Powerm. - Beispiel: Rechner schalten sich bei "Herunterfahren" aus)
    modern: ACPI (Adv. Configuration Powerm. Interf. - Mischung aus Resourcenverteilungen und Stromsparmanagement)
    alles beginnt im BIOS (oder aktuell: UEFI)
    siehe auch Netzwerkadapter-Eigenschaften im Gerätemanager (devmgmt.msc)
  • Große Übung: Benutzerverwaltung und Freigaben
    Szenario:
    Mitarbeiter Abteilung A: Schulze, Meier, Müller
    Projektordner: Datenlaufwerk(D):\projekt-bosch
    Plan: Exclusiver Zugriff auf Ordner nur für Benutzer der Abteilung A
    Lösung: Gruppe AbteilungA kreieren und die 3 Benutzer als Mitglieder aufnehmen!
    "Problem": wenn man die Gruppe Benutzer entfernen möchte, dann muss man die Vererbungen aus der übergeordneten Struktur aufheben und die NTFS-Rechte manuell passend setzen!
    Wichtig: Rechte bitte immer an Gruppen vergeben, so kann man über die Gruppenzugehörigkeiten einfach und flexibel Änderungen durchführen!
  • Große Übung: Zugriffe über das Netzwerk
    Szenario: (Freigabe auf Rechner macosdoz)
    Ordner: (auf einem Datenlaufwerk) d:\projekt-netzwerk
    Ziel: Mitarbeiter können von anderen PCs aus den Ordner im Windows Explorer öffnen und bearbeiten
    Umsetzung:
    Ordner "projekt-netzwerk" freigeben
    Hinweis: Netzwerk-Freigabe-Assistent möglichst deaktivieren! (Seite 110 im Skript)
    Freigabe-Berechtigung: JEDER / LESEN  (später auch: JEDER / Vollzugriff)
    genauer: JEDER BERECHTIGTE! WER ist denn da hier berechtigt? Alle (aktiven) Benutzer in meiner "Lokalen Benutzer- und Gruppen"-Verwaltung!
    Zugriff von 2./anderem PC:
    mittels Windows Explorer und Eingabe des UNC-Pfads:
    \\rechnername\freigabename\ordner\unterordner\datei.ext
    \\macosdoz\projekt-netzwerk
    Berechtigung (Authentifizierung) durch Fernanmeldung
  • Administrative Freigaben:
    C$, D$ (Laufwerke); IPC$ (für Remote/Remotedesktop); Admin$ (c:\windows)
    Berechtigung: nur für Administratoren zugängig
    Erklärung zum angehängten $ : versteckt die Freigabe im Netz!
  • Freigaben manuell und als Laufwerk verbinden
    manuell über Windows Explorer und UNC-Pfad (inklusive möglicher Passwortspeicherung im "Tresor" (Systemsteuerung - Anmeldeinformationen) oder über Netzlaufwerk verbinden (Mapping)
    Befehlszeile (Beispiel für LW P mit Wiederherstellung): net use P: \\rechnername\freigabe /persistent:yes
    Aufhaben des LW-Mapping mittels: net use P: /delete
  • Skripte
    klassisch als Batchdateien - heute auf NT-Systemen eher als CMD-Dateien verwaltet
    kleines Beispielskript mit @echo off und pause Das ist ein Test...
    Aufruf in Befehlszeile (auch ohne cmd-Endung)
  • Path (Pfad)
    die Umgebungsvariablen in der Erweiterten Systemumgebung eingesehen
    Temporärvariablen für User und System: %temp%, %tmp%
    Pfadliste für Ordner in denen aufgerufene Skripte jenseits des aktuellen Ordners (Arbeitsverzeichnis - Working Directory) nachgeschlagen werden sollen
  • Benutzer / Benutzerprofile
    die Benutzerkonten werden durch eindeutige Kennung (Security Identifier - SID) im System repräsentiert; daher möglichst Benutzer nicht löschen, sondern lediglich deaktivieren, damit man diese Kennungen im System erhält
    die Benutzerprofile werden in den erweiterten Systemeigenschaften mit einem Extra-Dialogfenster zum Löschen angeboten
  • Automatismen
    automatische Ausführung von Skripten und Programmen über den AutoStart-Ordner für Benutzer (oder Alle Benutzer - Public/Öffentlich)
    weitere gut drei Dutzend Möglichkeiten über die Registry des Systems: Analyse mittels Bordmittel msconfig oder einem Sysinternals Tools autoruns
    Anm.: bitte nicht beide nutzen, sondern für ein Tool entscheiden
    Automatische Benutzeranmeldung: netplwiz aufrufen und konfigurieren (Website mit Beispiel)
  • Dienste (vs. Programme)
    laufen im Systemumfeld mit mehr Start- und Konfigurationsoptionen (siehe Computerverwaltung - Dienste oder direkt services.msc)
    benötigen also auch keinen angemeldeten Benutzer!
  • Letzte TN-Fragen, Feedback, TN-Bescheinigungen

Kleine Bildergalerie zum Seminartag: (die gesamte Screenshotsammlung aus Seminar auf Anfrage)

  • Bindungen einschränkenBindungen einschränken
  • pathpath
  • autoruns vs. msconfigautoruns vs. msconfig
  • DiensteDienste
  • NIC konfigurierenNIC konfigurieren
  • Lokale BenutzergruppeLokale Benutzergruppe
  • NTFS-VererbungNTFS-Vererbung
  • WiresharkWireshark
  • FreigabeFreigabe

 

Vielen Dank für Ihr tolles Feedback und Interesse an weiteren, vertiefenden Seminaren (Stichwort: Netzwerktechnik).
Ihr Trainer Joe Brandes