win7-2010

An der VHS Braunschweig findet ab dem 23.04.2012 ein Bildungsurlaub zum Modul "PC Systemsupport" aus dem Zertifikat "PC-Systembetreuer/In (VHS)" statt. In einem praxisorientiertem Seminar zum (noch ;-) aktuellen Betriebssystem Windows 7 aus dem Hause Microsoft werden wir uns die Grundlagen und Feinheiten der Installation, Konfiguration und Administration erarbeiten.

Hier die Rahmendaten unseres Seminars:

Ort: VHS Braunschweig, Heydenstraße 2, Raum 2.03
Zeiten: Mo. 23.04. - Fr. 27.04.2012; jeweils 08.30 - 16.00 Uhr
Prüfung: 4 Teilnehmer; Mi, 02.05.2012, 17.00 Uhr, Raum 2.03 (Kurs AWP02)
Erstkorrektur: Status erledigt 03.05.2012 - alle TN haben mit guten bis sehr guten Ergebnissen die Prüfung absolviert - es gratuliert von dieser Stelle ein stolzer Trainer und freut sich auf unsere kommenenden Seminare

Ich werde unser Seminar mit diesem Beitrag die Woche begleiten...
Ihr Trainer Joe Brandes

  • PC-SystemsupportPC-Systemsupport

Montag, 23.04.2012, 08.30 - 16.00 Uhr

  • Orientierungsphase, TN-Themen, Pausen-/Zeitenregelungen, Unterlagen
    Interessenten Prüfung (nä. Mi, 02.05.2012, ab 16.30 Uhr) aktuell: 3 TN
    Cobra-Shop (vergünstigte Schüler/Studenten/Lehrer SSL Versionen)
  • Windows 7 Versionen (32-/64-Bit)
    Vorgänger: NT 4.0 / 2000 / XP / Vista / Windows 7 (Nachfolger Windows 8 ca. Okt. 2012)
    Ultimate, (Enterprise), Professiona - Firmennutzung: Domänen (Windows Server verwaltet), Bitlocker (Verschlüsselung - auch komplette Festlatten), komplette Benutzer- und Gruppenverwaltung
    Home Premium, Home Basic (ohne Aero), Starter (Netbooks, 1 GB, kein Multi-Monitor)
    direkte Upgrades von Vista nicht empfehlenswert (besser Neuinstallationen)
  • 64-Bit (Hard- und Software)
    Überwindung der 4-GB-RAM-Barriere, auf Treiber/Kompatibilitäten achten
  • Partitionierungen (Festplatte einrichten)
    Trennung von System (Laufwerk C: mit Ordner Windows) und Datenbereich (später LW E:)
    dann Formatierung mit Dateisystem (hier NTFS - New Technology File System)
    speziell Windows 7: eigener "system-reservierter" Bereich (100 MB) für z.B. Reparaturoptionen, Memtest, ...
  • Installation (Praxis mit Wechselplatten)
    DVD mit Image-Technik (statt vor Vista: dateibasierte Installationen)
  • Erstkonfigurationen
    Windows Explorer (Win + E) - Dateierweiterungen und versteckte Ordner/Dateien
    Start - Ausführen (Win + R)
    Aero Techniken (Shake, Win + Cursortasten, Peek, 3D-Flip)
    über Eigenschaften Computer Einblick in Win-Version und Eigenschaften
  • Benutzerkontensteuerung (User Account Control - UAC)
    Einstellung für Benutzerkonfiguration auf "immer nachfragen", erste Tests mit Installationen
  • WPA (Windows Produkt Aktivierung)
    30-Tage-Zeitraum für Aktivierung; 2-mal Verlängerung mittels slmgr.vbs /rearm
  • VMM (Virtual Memory Management)
    Auslagern gerade nicht bentigter Speicherbereiche (Pages) in der Auslagerungsdatei pagefiles.sys
    Dieses Auslagern kann angepasste RAM-Ausbauten nicht ersetzen, sondern nur die Probleme mit zu wenig Speicher lindern!
  • Hibernation (Ruhezustand - "Winterschlaf")
    Definierte Ausschaltzustände  (siehe Wikipedia-Artikel ACPI)
    hier: Suspend to Disk S4 - Ausschalten und RAM in die Hibernation-Datei!

Dienstag, 24.04.2012, 08.30 - 16.00 Uhr

  • Rekapitulation, TN-Fragen
    HD-Wechsel: Di (nein), Mi (nein), Do (JA), Fr (JA)
  • Lizenzen
    bei Komplett-PCs / Notebooks meist nur Wiederherstellungs-Techniken mit Boot-CD/DVDs und versteckten Recovery-Partitionen - also: keine eigenständige Install-DVD (!)
    Installations-DVDs als
    OEM (Original Equipment Manufacturer) - eigentlich mit HW ausgelieferte SW
    SBE (System Builder Edition)
  • Service Pack integrieren
    allgemein: Integration von Aktualisierungen und Treibern in Installations-Medien nennt man auch Slip-Streaming (klassische einfache Technik bis Windows XP)
    aktuell: da Windows 7 Install-Medien Image-basiert sind aufwendige Technik und Umsetzung mittels WAIK (Windows Automated Installation Kit - Toolsammlung: ImageX, ...)
  • Benutzer (Verwaltung und Philosopie)
    Standard-Benutzer vs. Computer-Adminitrator
    Grund: Trennung von Berechtigungen, Absicherung gegen absichtliche und unabsichtliche Manipulationen
    Verwaltung über Systemsteuerung - Benutzerkonten oder
    Computerverwaltung - Lokale Benutzer und Gruppen (nicht bei Windows Home Varianten!)
  • SID (Security Identifier)
    eindeutiger Bezeichner für Objekte im Betriebssystem
  • Standard-Benutzer-Konto nutzen
    eingeschränkte Rechte erfahren mit Hilfe der Computerverwaltung (Lokale Benutzer und Gruppen, Geräte-Manager, Datenträgerverwaltung)
    Administrator-Tätigkeiten mittels "rechter Maustaste" - Als Administrator ausführen (also wieder mal die Benutzerkontensteuerung nutzen)
  • Windows Update
    Nutzung der automatischen Aktualisierungen für das Betriebssystem (OS - Operating System) und die Microsoft Anwendungen (später auch Office 2010)
    Alternative Offline-Aktualisierungen durch freie Update-Packs (z.B. Portal www.winfuture.de)
    speziell: Geräteinstallationseinstellungen über Systemeigenschaften aktivieren
  • NT-Versionen
    von Windows NT 4.0 bis aktuell NT 6.1 (Build 7601 - siehe cmd/Eingabeaufforderung) für die Betriebssystemkerne (engl. kernel) von Windows 7 und Server 2008 R2
  • Windows-Ordner
    beispielhafte Verzeichnisse (de-DE, prefetch, ...)
    ./Windows/Temp - temporäres Systemverzeichnis (siehe auch Systemvariablen %temp% und %tmp%)
    ./Windows/system32 und /SysWOW64 auf einem 64-Bit-Windows-System
  • Sicherheitsprinzipien
    1) OS und Software (SW) stets aktuell halten - Updates durchführen
    2) Anti-Malware (Anti-"Schädlingssoftware" - klass.: Antiviren-SW)
    3) Benutzerkonzept mit eingeschränkten Rechten folgen
    + Online-Zugang über Firewall-Technik absichern (bzw. NAT-Router für Internet-Zugänge nutzen)
    Anm.: mit IPv6 erwachsen neue Sicherungsprobleme!

Mittwoch, 25.04.2012, 08.30 - 16.00 Uhr

  • Rekap, TN-Fragen, Prüfung koordinieren
    TN-Themen: SSDs, 32- vs. 64-Bit Ordner ./Windows
  • Anti-Malware
    Schutz gegen "Schädliche Software"; Schutzsoftware und Malware-Infos automatisch aktuell halten; Übersicht über Anbieter mittels Wartungscenter von Windows 7
    SW: AVG, Bitdefender, Avira, Norton, Microsoft Security Essentials
    Viele Hersteller mit kostenlosen, freien Privat-Versionen
    Installation vom MS Security Essentials (64-Bit)
  • Infobereichssymbole
    Konfiguration der Anzeigen des Infobereichs
    Hinweis zu Komplettsystemen: "zu viele Symbole" - diese repräsentieren zu viele (meist unnötige) Tools und SW-Starts und verlangsamen den Systemstart und schmälern die Systemperformance
  • Autostarts
    Windows Systeme bieten Dutzende von Varianten Programme (oder Dienste) beim Systemstart mit zu starten; Tools:
    msconfig: On-Board-Tool Windows - einfache Übersicht
    autoruns: Teil der Sysinternals-Suite (früher Fa. WinInternals - heute MS)
    Empfehlung: für eines der Tools entscheiden!
  • Systemstart (des Rechners)
    Einschalten (Power On, Reset, ...)
    BIOS (Basic Input Output System, neu: UEFI), mit POST (Power On Self Test)
    Bootsequenz abarbeiten (Auswahl: Netzwerk, USB, CD/DVD, HD, Diskette)
    HD (Harddisk) "lesen" (Daten in Arbeitsspeicher laden)
    MBR mit Partitionstabelle (4 Einträge - aktive, primäre Partition finden)
    Bootsektor (Anfang - Sektor 0 der aktiven, primären Partition lesen)
    bootmgr (mit Bootcode Boot/BCD) - eigentliche Startbeginn Windows 7
  • Datenträgerverwaltung (siehe Computerverwaltung)
    Übersicht über die Partitionen, Einblick in Partition "system-reserviert - aktiv - primär" mittels Zuordnung eines Laufwerksbuchstabens
    Hinweis: hier nur zu Lernzwecken - Buchstaben sonst natürlich nicht zuordnen!
    Einrichten eines neuen Daten-Laufwerks E: mit Dateisystem NTFS
    Fachbegriffe: Erweiterte Partition für logische Laufwerke (Spezialfall einer primären Partition zur Überwindung der max 4 Partitionen eines Basis-Datenträgers; Dynamischer Datenträger: eigene MS-Verwaltung für Datenträger (z.B. für Software-RAID)
  • Microsoft Konsolen Tools
    Computerverwaltung (compmgmt.msc), Lokale Benutzer und Gruppen (lusrmgr.msc), Gerätemanager (devmgmt.msc), Datenträgerverwaltung (diskmgmt.msc)
    Übung: Suchen und Filtern mit dem Windows Explorer für den Ordner .\Windows\system32
  • Bibliotheken (Ordner- und Dateiorganisation)
    flexible Zusammenstellung von Ordner-Sammlungen und Speicherorten aus verschiedenen Laufwerken und Quellen, effiziente Ordner- und Dokumentbezeichner (z.B. dok-2012-04-25)
    Übung zu Datenlaufwerk E / Bibliotheken:
    Temporären Systemordner angelegt und in Systemvariablen (%temp%, %tmp%) eingestellt, eigene Dokumentstrukturen erstellt und in Bibliotheken aufgenommen
  • Software-Ausstattung (Grundausstattung Windows - erste Programme installiert - Forts. folgt)
    Packer-/Entpacker: 7-Zip, PDF lesen: Adobe Reader, Bilder organisieren: Picasa

 

Donnerstag, 26.04.2012, 08.30 - 16.00 Uhr

  • Rekap, TN-Fragen
  • zwei Mal desktop.ini (analysiert - Eigenschaften)
    die Dateien heißen zwar gleich liegen aber in zwei untschiedlichen Ordnern:
    C:\Users\Public\Desktop\desktop.ini
    C:\Users\Benutzername\Desktop\desktop.ini

    und haben offensichtlich (siehe Löschversuche!) unterschiedliche Zugriffsberechtigungen (s.a. Verknüpfung zu Mozilla Firefox)
  • NTFS (Berechtigungen - Zugriffsschutz auf Benutzer- und Gruppenebene)
    Register Sicherheit bei NTFS-Volumes (nicht bei FAT32, ...)
    Begriffe: Besitzer/Ersteller, Besitz übernehmen ("Hauptschlüssel"), Effektive Berechtigungen, Überwachung
    Fallbeispiele und Analyse speziell der Benutzerprofile: Auch "Admins" haben keinen Zugriff auf die anderen Benutzerprofile (Datenschutz)!
  • Erweiterte Startoptionen
    Aufrufen beim Booten von Windows mit Funktionstaste F8
    die unterschiedlichen Modi (Abgesicherter Modus, ...) besprochen
    Option Vista/Win7: Computer reparieren - Computerreparaturoptionen von Systemstartreparatur über Wiederherstelung bis System-Abbild-Wiederherstellung; Verfügbarkeit einer Eingabeaufforderung für Befehlszeilentools (Beispiel: diskpart, bootrec)
  • Eigenschaften System (Forts.)
    weitere Analyse und Darstellung der Registerkarten Erweitert und Computerschutz
  • Netzwerktechnik
    Arbeitsgruppe (lokal, gleichberechtigt, Peer-to-Peer) vs. Domain (zentral, Server nötig)
    LAN (Local Area Network) vs. WAN (Wide Area Network)
    gemeinsame "Sprache" für Netzgeräte: Protokoll
    klassische Netzwerprotokolle: NetBEUI (Microsoft), IPX/SPX (Novell), AppleTALK (Apple)
    heute nutzen "alle": TCP/IP (Protokollsuite)
  • TCP/IP (Transmission Control Protocol / Internet Protocol)
    IPv4: vier Oktette (Bytes) mit insgesamt 32 Bit Länge (ca. 4 Mrd. Adressen)
    IPv6: 128 Bit Länge (Wikipedia-Artikel, Größe des Adressraums)
    Konfiguration LAN: IP-Adresse und Subnetmask
    Konfiguration WAN: Standard-Gateway (Router) und DNS-Server
    IP-Konfigurationen automatisch (DHCP) oder statisch vergeben
    Analyse Netzwerk:  ipconfig /all   (in der Befehlszeile cmd)
    weitere Tools:  ping, pathping, tracert, net view, net use
  • Freigaben (Erste Tests)
    Berechtigungen analysieren und verstehen (Fernanmeldung)
    Ordner: E:\tn-daten - Freigabename: tn-daten - Berechtigung: JEDER / Lesen
    Analyse: "Jeder Berechtigte" also ein Konto der Lokalen Benutzerverwaltung
    UNC-Pfad: \\pc-name\freigabe-name\ordner\unterordner\datei.ext

 

Freitag, 27.04.2012, 08.30 - 16.00 Uhr

  • Rekap, TN-Fragen
  • Freigaben (Wiederholung / Übung)
    Ergänzung: Übersicht Freigaben in Computerverwaltun,
    Befehlszeile: net share; alle "net"-Befehle siehe net /?
    administrative Freigaben: Admin$, C$ - alle Freigaben mit angehängtem $ sind versteckt
  • Benutzergruppen (Mitgliedschaften von Benutzern in Gruppen)
    am Beispiel Gruppe Netzwerkkonfigurations-Operatoren; Mitglieder können die Netzwerkkonfigurationen ändern
  • Leistung (in Computerverwaltung)
    Übersicht über Leistungen und Performance des PCs - Link zum Ressourcenmonitor
  • Dienste (Services - services.msc)
    Programme mit der Möglichkeit zur effektiven Start/Stop-Verwaltung, Dienste können von anderen Diensten abhängig sein
  • Aufgabenplanung
    am Beispiel Windows Tool defrag, es lassen sich auch eigene Aufgaben planen
  • Ereignisanzeige (eventvwr.msc)
    Protokolle für viele Bereiche: Anwendung, System, Installation, System, ...
  • Registrierdatenbank (engl. Registry)
    Tools: regedit, regedt32, reg - das "Herz" des Windows-Systems!
    Wichtig: keine Änderungen ohne vorherige Sicherungen und Backup-Überlegungen
  • Windows 7 Verzeichnisstrukturen
    seit Vista neue Ordnerstrukturen und Profilverzeichnisse
    Beispiel: C:\Dokumente und Einstellungen ist jetzt eine Verbindung ("Umleitung") zum Ordner C:\Users; dieser Ordner wird im Windows Explorer mit der Bezeichnung "Benutzer" repräsentiert
    Übersicht und Analyse mit der Eingabeaufforderung (cmd) verschafft
  • Datensicherung (Backup - W-Fragen zur Backup-Strategie)
    klassische Trennung: Datei-/Ordner-orientiert (Daten) vs. Images (System)
    Wer? (Verantwortlicher, Stellvertreter), Wann/Wie? (Zeiten, Zyklen, Backupart komplett/ differentiell/ inkrementell), Worauf? (Medien: ext. HD mit USB oder eSATA, NAS, CD/DVDs), Wo? (Aufbewahrungsort, räumliche Trennung, sicher), Dokumentation und Test
    Windows 7: Sichern und Wiederherstellen (Images mit Abbildsicherung gezeigt)
  • Softwareausstattung (Forts.)
    siehe Linksammlung auf diesem Portal
    Installation Office 2010 gezeigt
  • TN-Unterlagen- und -Bescheinigungen, Feedback, letzte Fragen

 

Vielen Dank für Ihr freundliches Feedback zum Ende des Seminars.
Ihr Trainer J. Brandes

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